Begegnungen LK Süd (2021/22)

  • 9.Spieltag LK Süd (12.06.2022): Steinbach I – Lorsch I
  • 8.Spieltag LK Süd (22.05.2022): Lorsch I – Bensheim II
  • 5.Spieltag LK Süd (26.06.2022): Lorsch I – Frankfurt-West I

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7.Spieltag LK Süd (08.05.2022): Babenhausen I – Lorsch I 4,5-3,5

Unglückliche Niederlage des SC 1970 Lorsch beim SC FK Babenhausen

Am 7. Spieltag musste die erste Mannschaft des SC Lorsch das Auswärtsspiel bei den Schachfreunden aus Babenhausen bestreiten.

Der Spieltag begann im schon Vorfeld mit schlechten Vorzeichen, denn bereits bei der Anfahrt geriet man in einen Stau und traf daher verspätet im Spiellokal ein.
Und leider verlief die Begegnung zwischen den beiden Teams aus Sicht des SC Lorsch äußerst unglücklich, die Schachgöttin Caissa schlug sich dieses mal auf des Gegners Seite.

Deshalb in Kürze die Zusammenfassung des Spieltags.

An Brett 1 traf Marcus Fritsch auf Markus Meiser.
Meiser entwickelte anfangs Initiative auf der Damenseite, doch Fritsch fand effektives Gegenspiel auf dem Königsflügel. Allerdings konnte Fritsch im weiteren Verlauf die Aktionen Meisers neutralisieren und letztlich die Partie für sich entscheiden.

An Brett 2 standen sich Jutta Ries und Jochen Wilhelm gegenüber.
In einer ausgeglichenen Stellung überschritt Wilhelm ohne Zeitnot die Bedenkzeit.

An Brett 3 kam es zu Begegnung zwischen Danny Schmidt und Alexander Diehm.
Wieder einmal lieferte Schmidt eine sehr gute Leistung, denn ihm gelang es seinen Gegner derart am Königsflügel unter Druck zu setzen, sodass er diesen zur Aufgabe zwang.

Die Partie zwischen Markus Klein und Roland Wuerl wurde an Brett 4 angesetzt.
Wuerl überraschte seinen Gegner in Eröffnung mit einer für diesen unbekannten Variante.
Doch Janson fand eine spielbare Verteidigung, versäumte es jedoch im Endspiel in ein Remis abzuwickeln und musste sich im weiteren Verlauf geschlagen geben.

Die Partie an Brett 5 zwischen Justus Mohr und Johannes Esterluss nahm aus Lorscher Sicht einen erfreulichen Verlauf. Esterluss gewann nach und nach mehrere Bauern und lies seinem Gegner nicht die geringste Chance. Ein ruhiger und souverän erzielter Punktegewinn von Hans Esterluss.

Die Auseinandersetzung zwischen Andreas Degenhardt und Phil Salecker fand an Brett 6 statt.
Degenhardt konnte sich im Endspiel einen Vorteil erspielen, jedoch fand er nicht die richtige Gewinnfortsetzung in einem Tempokampf und die Partie endete in einem Unentschieden.

An Brett 7 saßen sich Thomas Mohr und Alexander Diener gegenüber.
Die Partei wurde von beiden Kontrahenten ruhig angelegt, das Gleichgewicht in der Stellung blieb im weiteren Partieverlauf erhalten und keiner der Spieler konnte sich durchsetzen.

An Brett 8 kam es zur Begegnung zwischen Ralph Reinhardt und Fabian Jäger.
Reinhardt versuchte mit einem Doppelfianchetto in Vorteil zu kommen, doch sein Widersacher blieb aufmerksam und ruhig und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten und so kam es zur verdienten Punkteteilung.

Als Fazit dieses Spieltages bleibt nur wenig Positives zu sagen. Ein rabenschwarzer Tag für Team von Lorsch 1. Es wurden dem Gegner wichtige Punkte „geschenkt“ und man musste die erste Niederlage der Saison hinnehmen. Zudem verlor man eine Spitzenposition und der Aufstieg ist in weite Ferne gerückt. Es bleibt zu hoffen, dass die Mitkonkurrenten an den verbleibenden Spieltagen ebenfalls Schwäche zeigen.

Bericht von Michael Janson

Begegnungen in der Übersicht:

SC FK Babenhausen 1994SC 1970 Lorsch4,5:3,5
Fritsch, MarkusMeiser, Markus1:0
Ries, JuttaWilhelm, Jochen1:0
Diehm, AlexanderSchmidt, Danny0:1
Wuerl, RolandJanson, Michael1:0
Mohr, JustusEsterluss, Johannes0:1
Salecker, PhilDegenhardt, Andreas½:½
Mohr, ThomasDiener, Alexander½:½
Jäger, FabianReinhardt, Ralph½:½

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6.Spieltag LK Süd (24.04.2022): Lorsch I – Rödermark/Eppertshausen I 5,5-2,5

Die 1.Garde mischt weiter oben mit

Beim vorgezogenen 6.Spieltag empfing Lorsch I die Schachfreunde der 1.Mannschaft aus Rödermark/Eppertshausen.

Die Gäste haben zurzeit mit Personalproblemen zu kämpfen wodurch sie zum Spiel nur mit 6 Mann antraten. Jochen Wilhelm und Markus Meiser kamen so zu entspannten kampflosen Punkten. Die restlichen Lorscher durften sich mit ihren Gegner messen.

An Brett 3 erwischte Wolfgang Langer keinen optimalen Start in die Partie und geriet in eine passive Stellung. Er versuchte sich herauszukämpfen, was aufm ersten Blick auch beinahe geklappt hätte, musste am Ende jedoch dennoch die Segel streichen.

An Brett 4 ging Esterluss an den Start. Ohne viel Aufregung und mit leicht besserer Stelliung einigte er mit seinem Kontrahenten auf Remis.

Jens Bellingrath ging an Brett 5 auf Jagd. Er startete souverän, hielt die Partie lange Zeit offen. Jedoch übersah er eine Kombination seines Gegners was ihm am Ende zur Aufgabe zwang.

An Brett 6 spielte Benedikt Gremm mit weißen Figuren. Er legte einen guten Start und erspielte sich einen super Mattangriff nach über 40 Zügen, woraufhin sein Gegner aufgab.

Ralph Reinhardt ging mit schwarzen Figuren an Brett 7 an den Start. Sein Gegner spielte ein Gambit, das Ralph sehr gut gekontert hat und mit Quallität und besserer Stellung am Ende einen ungefährdeten Sieg einfahren konnte.

Am letzten Brett ging Alexander Diener an den Start. Dieser spielte ein kluges und souveränes Spiel aus, worin er sich Stück für Stück mit viel Geduld Vorteile erspielte und es gekonnt bis zum Ende ausspielte und gewann.

Mit dem Sieg bleibt Lorsch I weiterhin in der Spitzengruppe im Kampf um den Aufstieg. Im nächsten Spiel, dem vorgezogenen 7. Spieltag, geht es für die erste Garde nach Babenhausen.

Bericht von Dominik Chambers

Begegnungen in der Übersicht:

SC 1970 Lorsch ISG Rödermark/Eppertshausen I5,5:2,5
Wilhelm, JochenPenzel, Nils+:-
Meiser, MarkusBösch, Dirk+:-
Langer, WolfgangTennstedt, Andreas0:1
Esterluss, JohannesBach, Michael½:½
Bellingrath, JensBach, Christopher0:1
Gremm, BenediktGeringer, Andreas1:0
Reinhardt, RalphKondziela, Andreas1:0
Diener, AlexanderLarem, Peter1:0

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3.Spieltag LK Süd (03.04.2022): Lorsch I – Hattersheim I 4-4

SC 1970 Lorsch sichert ein Unentschieden nach schwerem Kampf mit dem Schachclub Hattersheim

Am 3. Spieltag empfing die erste Mannschaft des SC Lorsch die Gäste vom SC Hattersheim.
Wie auch schon bei Aufeinandertreffen dieser beiden Teams in den vergangenen Jahren entwickelte sich ein Kampf auf Messers Schneide mit über lange Zeit ungewissem Ausgang.

An Brett 1 traf Wolfgang Gerstner auf Markus Meiser. Nachdem sich die Spieler für heterogene Rochaden entschieden, entwickelte sich ein scharfer Kampf. Gerstner brachte seine Bauern am Königsflügel nach vorne mit dem Ziel, einen Angriff auf Meisers König zu starten. Allerdings nahm er dafür eine etwas unsichere Königsstellung im Zentrum in Kauf, was wiederum Meiser auszunutzen suchte.
Doch Gerstner verstand es seinen König ausreichend zu schützen und im weiteren Verlauf waren seine Drohungen realer. Meiser verlor daraufhin einen Turm, und damit war auch das Schicksal dieser Partie besiegelt.

An Brett 2 standen sich Jochen Wilhelm und Roger Fischer gegenüber.
Dies war die letzte laufende Partie beim Stand von 3 – 4 aus Lorscher Sicht, die Partie musste daher gewonnen werden, um ein Unentschieden zu erreichen.
Lange Zeit schien es so, als wäre die Partie ziemlich ausgeglichen und ein Gewinnweg war nicht ohne weiteres auszumachen. Doch Wilhelm gelang es, einen gefährlichen Bauern auf dem Feld g6 zu platzieren, der dem gegnerischen König wichtige Fluchtfelder nahm. Nach einer Umgruppierung seiner Türme auf die Königsseite und einem nachfolgenden Figurenopfer zertrümmerte er die Königsstellung seines Widersachers und zwang diesen zur Aufgabe. Die wohl beste Leistung dieses Spieltages.

Die Kontrahenten Tobias Makilla und Danny Schmidt lieferten sich an Brett 3 einen spannenden Kampf. Schmidt gelang es zwar eine Figur zu gewinnen, als Kompensation erhielt Makilla dafür zwei gefährliche, verbundene Freibauern am Damenflügel. Nachdem Schmidt alle gegnerischen Drohungen neutralisierte, nutze er die Gelegenheit, einen direkten Angriff auf den gegnerischen König durchzuführen. Bei dieser Operation waren Dame, Turm und Läufer beteiligt und gegen diese Übermacht konnte Makilla keine ausreichende Verteidigung organisieren. Ebenfalls eine sehr überzeugende Leistung von Danny Schmidt.

Die Partie zwischen Michael Janson und Markus Klein wurde an Brett 4 angesetzt.
Hier fand wenig Erwähnenswertes statt, denn die Spieler einigten sich nach nur wenigen Zügen auf ein „Großmeisterremis“. Die Stellung war zwar objektiv ausgeglichen, doch wenn man den weiteren, engen Matchverlauf in Betracht zieht, hätte Janson möglicherweise besser das Remisangebot ablehnen sollen.

Die Partie an Brett 5 zwischen Malte Busch und Johannes Esterluss nahm aus Lorscher Sicht einen unerfreulichen Verlauf. Es schien so, dass Esterluss nach der Eröffnung eine solide, zwar etwas passive, aber widerstandsfähige Position erreichen konnte. Jedoch konnte Busch einige Aktivität am Königsflügel entfalten und durch einen Bauerntausch öffnete sich eine Diagonale für seinen schwarzfeldrigen Läufer. Nach Besetzung eben dieser Diagonalen konnte Esterluss einen Qualitätsverlust nicht mehr verhindern und musste so einen Materialnachteil hinnehmen.
Esterluss suchte zwar nach Kompensation auf der Damenseite, doch alle Mühe war vergeblich.
Busch spielte im weiteren Verlauf überzeugend und ließ seinem Gegner keine Chance.

Die Auseinandersetzung zwischen Andreas Degenhardt und Mark Arnold fand an Brett 6 statt.
Nach zufriedenstellendem Eröffnungsverlauf gelang es Degenhardt, einen Bauern zu gewinnen.
Degenhardt spielte lange Zeit konzentriert und suchte nach Wegen, den materiellen Vorteil zur Geltung zu bringen. Doch auch Arnold blieb konzentriert und verfolgte eine umsichtige Verteidigungsstrategie. Degenhardt fand keinen überzeugenden Gewinnweg und man landete schließlich in einem Damenendspiel. Arnolds Dame konnte im Weiteren sogar den gegnerischen König mit Schachgeboten bedrohen und erzwang damit den Remisschluss.

An Brett 7 lieferten sich Sebastian Lukas und Jens Bellingrath ein nervenaufreibendes Gefecht.
Bellingrath legte seine Eröffnung äußerst scharf an und setzte so seinen Gegenspieler gehörig unter Druck. Doch Lukas fand die richtigen Verteidigungszüge und entwickelte daraus ein gefährliches Gegenspiel. Somit waren beide Seiten gefordert, möglichst genaue Züge zu finden, um das Gleichgewicht in der Stellung aufrecht zu erhalten. Dies gelang Lukas wohl etwas besser, denn er erreichte im weiteren Verlauf der Partie eine Gewinnstellung. Doch Bellingrath leistete erheblichen Widerstand, und nach einem ungenauen Zug seines Gegenübers gelang es ihm, die Partie in den sicheren Remishafen zu leiten.

An Brett 8 kam es zur Begegnung zwischen Ralph Reinhardt und Felix Gerstner.
Reinhardt konnte sich zwar einen Raumvorteil am Damenflügel erspielen und einen Zentralspringer befestigen, doch Gerstner verfügte über eine solide und somit verteidigungsfähige Stellung. Zudem hatte Gerstner einen starken Läufer auf der Diagonalen b1-h7 postiert, der schwer zu verdrängen war, und den entscheidenden Durchbruch am Damenflügel deutlich erschwerte. Reinhard versuchte noch das Mögliche, doch eine weitere Verbesserung der Position war nicht zu erzielen. Aus diesen Gründen einigten sich die Spieler auf ein friedliches Unentschieden.

Möchte man die Ereignisse dieses Spieltages zusammenfassen, so kann gesagt werden, dass die Mannschaft vom SC Lorsch mit Glück und Können ein Unentschieden gerade noch retten konnte.
Sehr erfreulich ist der Umstand, dass Lorsch1 weiterhin zusammen mit dem SK Langen und dem SK Bickenbach punktgleich eine Spitzenposition in der Tabelle verteidigen konnte.

Bericht von Michael Janson, Pressewart SC 1970 Lorsch

Begegnungen in der Übersicht:

SC 1970 Lorsch ISC 1979 Hattersheim4:4
Meiser, MarkusGerstner, Wolfgang0:1
Wilhelm, JochenFischer, Roger1:0
Schmidt, DannyMakilla, Tobias1:0
Janson, MichaelKlein, Markus½:½
Esterluss, JohannesBusch, Malte0:1
Degenhardt, AndreasArnold, Mark½:½
Bellingrath, JensLukas, Sebastian½:½
Reinhardt, RalphGerstner, Felix½:½

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4. Spieltag LK Süd (20.03.2022): Mörlenbach-Birkenau II – Lorsch I 2,5-5,5

Unspektakulärer Sieg bei geschwächtem Schachclub Freibauer 1980 Mörlenbach-Birkenau II

Am vorgezogenen 4.Spieltag reiste die Lorscher Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Mörlenbach.

Die Mörlenbacher Mannschaft war durch Covid-19-Infektionen stark geschwächt und musste daher die Bretter 1 und 3 unbesetzt lassen. So mussten Markus Meiser und Danny Schmidt ihre Spielkunst an diesem Tage nicht unter Beweis stellen. Somit kam es schon vor Spielbeginn zu einer komfortablen 2-Punkte-Führung für das Lorscher Team.

Dieser Umstand bestimmte natürlich die folgende Teamstrategie, nämlich auf sichere Art und Weise den Sieg zu sichern. Daher verlief ein Großteil der gespielten Partien in ruhigem Fahrwasser und wenig spektakulär, man vermied unnötige Risiken und gestaltete die Partien so, dass die Remisbreite nicht überschritten wurde.

Diese Taktik ging voll auf, denn die Partien zwischen Jochen Wilhelm und Sohrab Kohani an Brett 2, Erich Dubois De Luchet und Michael Janson an Brett 4, Alexander Vaisman und Wolfgang Langer an Brett 5, Stefan Weber und Jens Bellingrath an Brett 7, Andreas Berberich und Andreas Degenhardt an Brett 8 endeten alle mit einem Remis.

Hervorzuheben wäre die einzige Gewinnpartie des Tages an Brett 6 zwischen Werner Florig und Hans Esterluss. Esterluss konnte durch eine Unachtsamkeit seines Widersachers einen Figurengewinn durch einen Bauernspies mit Angriff auf Läufer und Springer realisieren. Florig wehrte sich zwar nach Leibeskräften, konnte aber den materiellen Nachteil auf Dauer nicht kompensieren.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Lorscher Mannschaft eine reife Teamleistung bot und nun gemeinsam mit dem SK Bickenbach punktgleich den ersten Tabellenplatz teilen.

Bericht von Michael Janson, Pressewart SC 1970 Lorsch

Begegnungen in der Übersicht:

Freibauer Mörlenbach-Birkenau IISC 1970 Lorsch2,5:5,5
Arani Far, BabakMeiser, Markus-:+
Kohani, SohrabWilhelm, Jochen½:½
Koenen, HermannSchmidt, Danny-:+
Dubois de Luchet, ErichJanson, Michael½:½
Vaisman, AlexanderLanger, Wolfgang½:½
Florig, WernerEsterluss, Johannes0:1
Weber, StefanBellingrath, Jens½:½
Berberich, AndreasDegenhardt, Andreas½:½

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2.Spieltag LK Süd (07.11.2021): Bickenbach I – Lorsch I 4-4

Starkes Unentschieden gegen stark aufgestellte Bickenbacher

Am 2. Spieltag musste die Mannschaft vom SC 1970 Lorsch das Auswärtsspiel beim SK
Bickenbach bestreiten.
An Brett 1 traf Markus Meiser auf den starken Peter Keller.
Anfangs entwickelte sich eine ausgeglichene Stellung. Meiser erspähte eine
Möglichkeit einen Bauern zu gewinnen, doch Keller konterte und es gelang ihm
Meisers Dame „einzuklemmen“. Meiser versuchte noch zu retten was zu retten war,
doch alle Mühen waren vergeblich. Die Partie ging verloren.
An Brett 2 standen sich die Kontrahenten Jochen Wilhelm und Leon de Visser,
gegenüber. De Visser postierte seine Figuren am Königsflügel mit der Absicht einen
direkten Angriff auf den König zu initiieren. Doch Wilhelm fand aktives Gegenspiel
am Damenflügel, öffnete die b-Linie und nahm einen schwachen Bauern auf dem Feld c3
ins Visier. Diese Strategie erwies sich als wirksamer und Wilhelm konnte in ein
vorteilhaftes Endspiel abwickeln, welches er sicher zum Sieg führte. Mit Sicherheit
die Partie des Tages und einen vollen Zähler für das Lorscher Punktekonto.
Der Kampf zwischen Danny Schmidt und Christian Schramm fand an Brett 3 statt.
Schmidt musste einen Bauernverlust hinnehmen und schließlich landete man in einem
Turmendspiel mit zwei gegen einen Bauern zugunsten von de Visser.
Schmidt ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und konnte die Partie souverän
Remis halten. Ein wichtiger halber Punkt für den SC Lorsch war somit gesichert.
Die Partie zwischen Michael Janson und Patrickt Will wurde an Brett 4 angesetzt.
Will wählte einen langsamen, aber soliden Aufbau. Somit konnten beide Parteien ihre
Eröffnungskonzepte ungestört realisieren. Janson kam nach einigen taktischen
Geplänkeln sogar in Vorteil, entschied sich jedoch dafür keine undurchsichtigen
Risiken einzugehen. Der Vorteil verflog und die Spieler einigten sich auf
Unentschieden. Ein weiterer halber Punkt war zu verbuchen.
An Brett 5 saßen sich Wolfgang Langer und Jonas Riemann gegenüber.
Nach befriedigendem Eröffnungsverlauf aus der Sicht Langers entstand ein hitziges
Gefecht. Denn Riemann opferte eine Figur und erhielt als Kompensation einige
gefährliche Mehrbauern. Tatsächlich gelang es Riemann seinen Gegner derart unter
Druck setzen, sodass Langer nach zäher Verteidigung die Segel streichen musste.
An Brett 6 traf Johannes Esterluss auf Hans Emil Müller. Esterluss kam aufgrund
aktiver gegnerischer Figuren etwas in Nachteil. Doch Esterluss meisterte die
Situation mit all seiner Routine und lies keine weiteren Aktivitäten seines
Widersachers zu. Somit endete auch diese Auseinandersetzung in einem Unentschieden.
An Brett 7 konnte Andreas Degenhardt gegen Finn Bender ebenfalls sein Können unter
Beweis stellen. Degenhardt gelang es einen Springer auf dem Feld c4 zu platzieren
und so dauerhaften Druck auf den gegnerischen Bauern b6 auszuüben.
Zudem wirkten Benders Figuren etwas unkoordiniert. Diese Umstände nutzte
Degenhardt, konnte seinen Vorteil weiter ausbauen und in einer schönen, positionell
geführten Partie den Sieg erringen. Somit war ein weiterer Punkt gesichert.
An Brett 8 spielte Benedikt Gremm gegen Ingo Riemann.
Gremm konnte seinen Gegner in eine beengte Lage bringen und diesen zur Verteidgung
zwingen. Mit einer zentralisierten Dame im Verbund mit einem starken Läufer
existierten sogar latente Drohungen gegen den gegnerischen König. Gremm zeigte
Kampfeslust und tauschte die Damen um eine Gewinnidee durchzusetzen. Daraufhin
entbrannte der Kampf von Neuem und auch Riemann suchte seine Chance um einen vollen Punkt einzuheimsen. Doch im Weiteren konnte sich keine der beide Spieler
durchsetzen und auch diese spannende Partie endete mit einem Remis.
Somit kam es zum Endstand von 4:4 Punkten.
Der zweite Spieltag verlief aus Lorscher Sicht recht erfolgreich. Bedenkt man, daß
Bickenbach an den vorderen Brettern sehr stark besetzt war, immerhin mit zwei FIDE-
Meistern. So konnte die Lorscher Mannschaft unter Beweis stellen, daß sie auch
gegen nominell stärkere Gegner bestehen kann.

Bericht von Michael Janson, Pressewart SC 1970 Lorsch

Begegnungen in der Übersicht:

SK Bickenbach 1SC 1970 Lorsch 14:4
Keller, PeterMeiser, Markus1:0
de Visser, LeonWilhelm, Jochen0:1
Schramm, ChristianSchmidt, Danny½:½
Will, PatrickJanson, Michael½:½
Riemann, JonasLanger, Wolfgang1:0
Müller, Hans EmilEsterluss, Johannes½:½
Bender, FinnDegenhardt, Andreas0:1
Riemann, IngoGremm, Benedikt½:½

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1.Spieltag LK Süd (31.10.2021): Lorsch I – Langen I 5:3

Gelungener Auftakt in die Saison

Zum Saisonauftakt in der Landesklasse Süd empfing die Mannschaft vom SC 1970 Lorsch
das Schachteam vom SK Langen.
An Brett 1 traf Neuzugang Markus Meiser auf Jannik Eurich.
Eurich versuchte mit einem zweischneidigen Bauernzug am Königsflügel Initiative zu
entwickeln. Doch nach einigen ungenauen Zügen Eurichs zeigte Meiser sein ganzes
Können und lies seinem Gegner nicht die geringste Chance. So konnte Meiser in
souveräner Art und Weise die Partie für sich entscheiden und der Lorscher
Mannschaft einen vollen Punkt sichern.
An Brett 2 standen sich die Kontrahenten Jochen Wilhelm und Ali Özden Özdemir
gegenüber. Wilhelm, der die weißen Steine führte, wählte eine ruhige
Eröffnungsvariante. Nach einem unbedachten Damenzug Özdemirs wurde diese in eine
ungünstige Position zurückgedrängt. Im weiteren Verlauf der Partie übersah Özdemir
einen taktischen Schlag und Wilhelm wickelte in ein gewonnenes Enspiel mit einigen
Mehrbauern ab. Somit war ein weiterer voller Punkt auf der Lorscher Habenseite zu
verbuchen.
Der Kampf zwischen Danny Schmidt und Matthias Kürschner fand an Brett 3 statt.
Kürschner wählte eine aggressiv ausgerichtete Eröffnungsvariante, doch Schmidt
antwortete darauf mit einem soliden Aufbau. Desweiteren konnte Schmidt die f-Linie
für einen Turm öffnen, und in Verbindung mit einem starken Läufer auf der
Diagonalen g1-a7 versprach er sich wohl einiges an Vorteil. Kürschner gelang es
jedoch eben diesen Läufer abzutauschen. Danach verflachte das Spiel etwas und
endete in einem gerechten Unentschieden.
Die Partie zwischen Michael Janson und Stefan Reisch wurde an Brett 4 angesetzt.
Nach ruhigem Verlauf in der Eröffnung konnte Reisch sein Spiel allmählich
entwickeln und sogar einen nicht unbeträchtlichen Stellungsvorteil im Mittelspiel
erreichen.
Daraufhin hatte es den Anschein, als käme Janson in arge Bedrängnis. Doch Janson
konnte sich, in einer taktisch zugespitzten Situation, aus der Umklammerung lösen
und letztlich sogar einen Bauern gewinnen.
Jedoch konnte er diesen Vorteil nicht realisieren, da er im weiteren Partieverlauf
zweimal daneben griff und einfache Gewinnfortzetzungen übersah. Die Partie endete
aus Lorscher Sicht mit einem schmerzhaften Remis.
An Brett 5 saßen sich Wolfgang Langer und Willi Koschinski gegenüber. Nach der
Eröfnung entstand eine Position mit offenem Charakter. Koschinski konnte im
weiteren Verlauf des Spiels einen Bauern gewinnen, doch Langer zwang den Gegner
durch eine Abtauschaktion, einen Doppelbauern zu akzeptieren. Somit war eine
Stellung erreicht, in der Koschinski seinen materiellen Vorteil nicht mehr
verwerten konnte. So kam es zu einer weiteren Punkteteilung.
An Brett 6 traf Altmeister Johannes Esterluss auf den jungen Jonas Renk. Esterluss
verfolgte eine ruhige, solide Strategie, wie man es vom ihm gewohnt ist. Er
erzielte zwar einen minimalen Vorteil, doch kam es im folgenden Spielverlauf zu
einigen Figurenabtäuschen. Bei deutlich reduziertem Material spielte Esterluss
mannschaftsdienlich und vermied unnötige Risiken. Somit endete auch diese
Auseinandersetzung in einem Unentschieden.
An Brett 7 konnte Jens Bellingrath gegen Nachwuchsspieler Liam Kürschner seine
ganze Routine ausspielen.
Bellingrath gelang es ein starkes Bauernzentrum zu errichten und einen mächtigen
Springer auf dem Feld e3 zu platzieren. Auf der Grundlage aktiver Figurenstellung
entwicklete er eine deutliche Initiative am Königsflügel und attacktierte scharf
den gegenerischen König. Kürschner akzeptierte seine aussichtlose Lage und gab sichgeschlagen. Somit war ein weiterer Punkt gesichert.
An Brett 8 erzielte Ralph Reinhardt gegen Maja Buchholz einen optisch schönen
Raumvorteil im Zentrum. Doch Buchholz suchte Gegenspiel und postierte zwei
wirkungsvolle Springer auf den Feldern e5 und c5. Reinhardt versuchte im Folgenden
Vorteil am Damenflügel zu erspielen. Diese Strategie entwickelte allerdings nicht
die erhoffte Durchschlagskraft, und Buchholz konnte eine vorteilhafte Stellung
erreichen und diese zum Sieg führen.

Somit kam es zum Endstand von 5:3 Punkten für den SC 1970 Lorsch.

Der erste Sieg im ersten Match gibt nun Rückhalt für die schwere Aufgabe am
nächsten Spieltag beim SK Bickenbach.

Bericht von Michael Janson, Pressewart SC 1970 Lorsch

Begegnungen in der Übersicht:

SC 1970 Lorsch ISK Langen I5:3
Meiser, MarkusEurich, Jannik1:0
Wilhelm, JochenÖzdemir, Ali Özden1:0
Schmidt, DannyKürschner, Matthias½:½
Janson, MichaelReisch, Stefan½:½
Langer, WolfgangKoschinksi, Willi½:½
Esterluss, JohannesRenk, Jonas½:½
Bellingrath, JensKürschner, Liam1:0
Reinhardt, RalphBuchholz, Maja0:1

geschlagen. Somit war ein weiterer Punkt gesichert.
An Brett 8 erzielte Ralph Reinhardt gegen Maja Buchholz einen optisch schönen
Raumvorteil im Zentrum. Doch Buchholz suchte Gegenspiel und postierte zwei
wirkungsvolle Springer auf den Feldern e5 und c5. Reinhardt versuchte im Folgenden
Vorteil am Damenflügel zu erspielen. Diese Strategie entwickelte allerdings nicht
die erhoffte Durchschlagskraft, und Buchholz konnte eine vorteilhafte Stellung
erreichen und diese zum Sieg führen.
Somit kam es zum Endstand von 5:3 Punkten für den SC 1970 Lorsch.
Der erste Sieg im ersten Match gibt nun Rückhalt für die schwere Aufgabe am
nächsten Spieltag beim SK Bickenbach.